Warum ein Narzisst immer wieder zu den Sternzeichen Fischen zurückkehrt

Warum ein Narzisst immer wieder zu den Sternzeichen Fischen zurückkehrt

Es gibt Menschen, die man nach einer Trennung relativ schnell aus seinem Leben und seinen Gedanken verschwinden lässt. Und dann gibt es Menschen, zu denen man immer wieder zurückkehrt – manchmal tatsächlich, manchmal nur durch Nachrichten, Beobachten, Erinnerungen oder den Versuch, erneut Kontakt herzustellen.

In astrologischen Deutungen wird besonders dem Sternzeichen Fische häufig eine Persönlichkeit zugeschrieben, die emotional tief, mitfühlend und verständnisvoll ist. Genau diese Eigenschaften können erklären, warum Menschen mit stark narzisstischen Verhaltensmustern Schwierigkeiten haben können, einen Fische-Menschen endgültig loszulassen.


Dabei muss eine wichtige Tatsache vorweg genannt werden: Es gibt keine wissenschaftlichen Belege dafür, dass Fische häufiger als andere Sternzeichen Beziehungen mit Narzissten führen oder dass Narzissten aufgrund eines Sternzeichens zu bestimmten Menschen zurückkehren.

Astrologie beschreibt symbolische Persönlichkeitstendenzen. Narzisstische Persönlichkeitszüge hingegen gehören in den Bereich der Psychologie. Verbindet man beide Perspektiven, entsteht jedoch ein interessantes Beziehungsbild.


1. Fische geben oft mehr emotionale Chancen

Fischen werden Mitgefühl, Sensibilität und die Fähigkeit zugeschrieben, hinter das Verhalten eines Menschen zu schauen.

Statt nur zu fragen: „Warum behandelt er mich so?“, fragen sie möglicherweise: „Was ist ihm passiert, dass er so geworden ist?“

Genau darin kann eine problematische Dynamik entstehen.

Menschen mit ausgeprägten narzisstischen Verhaltensweisen übernehmen häufig nur schwer Verantwortung für eigenes Fehlverhalten. Wenn sie auf jemanden treffen, der immer wieder versucht, ihre Verletzungen, Vergangenheit oder Unsicherheiten zu verstehen, können Grenzen verschwimmen.

Der Fische-Mensch verzeiht vielleicht nicht, weil das Verhalten akzeptabel war, sondern weil er die Ursache verstehen möchte. Für die andere Person kann dieses Verständnis jedoch wie eine ständig offene Tür wirken.

2. Ein Narzisst erinnert sich daran, wie er sich bei dir gefühlt hat

Menschen vermissen nach einer Beziehung nicht ausschließlich die Person. Häufig vermissen sie auch bestimmte Gefühle, die diese Person in ihnen ausgelöst hat.

Ein Fische-Mensch kann seinem Partner sehr viel emotionale Aufmerksamkeit schenken. Er hört zu, versucht Stimmungen wahrzunehmen und reagiert häufig intuitiv auf Veränderungen.

Für einen Menschen mit starkem Bedürfnis nach Bestätigung kann genau das besonders attraktiv sein.

Wenn eine spätere Beziehung weniger Aufmerksamkeit, Bewunderung oder Verständnis bietet, entsteht möglicherweise der Vergleich: „Bei ihr musste ich mich weniger erklären. Sie hat mich verstanden.“

Das bedeutet nicht unbedingt, dass plötzlich echte Einsicht oder Veränderung stattgefunden hat. Manchmal wird vielmehr das vermisst, was die andere Person emotional zur Verfügung gestellt hat.

3. Fische sehen häufig das Potenzial eines Menschen

Eine typische Falle sehr empathischer Menschen besteht darin, nicht nur zu sehen, wer jemand heute ist, sondern auch, wer dieser Mensch sein könnte.

„Eigentlich hat er ein gutes Herz.“

„Wenn er seine Vergangenheit verarbeitet, wird alles anders.“

„Ich weiß, dass auch eine andere Seite in ihm steckt.“

Solche Gedanken können verständlich sein. In schwierigen Beziehungen werden sie allerdings gefährlich, wenn das Potenzial eines Menschen wichtiger wird als sein tatsächliches Verhalten.

Ein Mensch verändert sich nicht allein deshalb, weil jemand anderes besonders geduldig mit ihm ist.

Diese Tatsache müssen gerade sehr verständnisvolle Menschen irgendwann lernen: Liebe kann Entwicklung unterstützen, aber sie kann niemanden zur Veränderung zwingen.

4. Narzisstische Beziehungsmuster können Wiederkehr beinhalten

In problematischen Beziehungen gibt es manchmal ein wiederkehrendes Muster: Nähe, Konflikt, Distanz, Trennung und erneute Annäherung.

Nach einer Trennung kann plötzlich eine Nachricht erscheinen:

„Ich musste gerade an dich denken.“

„Niemand hat mich jemals so verstanden wie du.“

„Ich habe inzwischen vieles begriffen.“

„Vielleicht war unsere Zeit doch etwas Besonderes.“

Psychologisch wird eine erneute Kontaktaufnahme nach einer Trennung manchmal als „Hoovering“ bezeichnet, besonders wenn dadurch versucht wird, eine frühere Beziehung oder emotionale Bindung wiederherzustellen.

Entscheidend ist allerdings nicht die Nachricht selbst. Entscheidend ist, was danach passiert.

Wurden Verhaltensweisen tatsächlich verändert? Wird Verantwortung übernommen? Werden Grenzen respektiert? Oder beginnt nach kurzer Zeit derselbe Kreislauf erneut?

5. Fische können emotional lange verbunden bleiben

Menschen unterscheiden sich darin, wie schnell sie Beziehungen innerlich abschließen. Sensiblen und stark bindungsorientierten Persönlichkeiten fällt ein klarer emotionaler Schnitt manchmal schwer.

Sie erinnern sich nicht nur an Verletzungen, sondern gleichzeitig an schöne Gespräche, gemeinsame Nächte, Versprechen, Hoffnungen und jene Version der Beziehung, die am Anfang existierte.

Genau diese Mischung kann eine erneute Annäherung erleichtern.

Ein Narzisst muss dann möglicherweise gar nicht besonders überzeugend sein. Ein einziger Satz kann alte Erinnerungen aktivieren.

Das Problem ist: Erinnerung ist kein Beweis dafür, dass eine Beziehung heute funktionieren würde.

6. Ein Fische-Mensch kann lange versuchen, einen Menschen zu „retten“

Empathie ist eine Stärke. In ungesunden Beziehungen kann sie jedoch zur Belastung werden, wenn aus Mitgefühl Verantwortung für den anderen entsteht.

Du bist nicht dafür verantwortlich, einen erwachsenen Menschen emotional zu retten.

Du musst nicht beweisen, dass du loyal genug bist.

Du musst nicht noch geduldiger werden, damit jemand endlich respektvoll mit dir umgeht.

Und du musst keine zehnte Chance geben, nur weil du die Gründe hinter dem Verhalten eines Menschen verstehst.

Verstehen und akzeptieren sind zwei unterschiedliche Dinge.

7. Wenn Fische Grenzen setzen, verändert sich die gesamte Dynamik

Interessanterweise kann gerade der Moment, in dem ein Fische-Mensch konsequent Grenzen setzt, eine erneute Annäherung provozieren.

Warum?

Weil etwas nicht mehr selbstverständlich verfügbar ist.

Die Person, die früher zuhörte, antwortet nicht mehr sofort. Die Person, die immer Verständnis hatte, beginnt Fragen zu stellen. Die Person, die Konflikte vermeiden wollte, sagt plötzlich: „Nein.“

Für Menschen mit starkem Kontroll- oder Bestätigungsbedürfnis kann dieser Verlust des bisherigen Einflusses schwer auszuhalten sein.

Deshalb sollte eine Rückkehr niemals automatisch mit Liebe verwechselt werden.

Manchmal kehrt jemand zurück, weil er dich vermisst. Manchmal, weil er einsam ist. Manchmal, weil eine andere Beziehung gescheitert ist. Manchmal, weil er wissen möchte, ob er noch Zugang zu dir hat. Und manchmal tatsächlich, weil er etwas erkannt und verändert hat.

Den Unterschied erkennt man nicht an schönen Worten, sondern an langfristigem Verhalten.

Die wichtigste Frage lautet nicht: Warum kommt er zurück?

Gerade Fische sollten sich deshalb irgendwann eine andere Frage stellen. Nicht: „Warum kann der Narzisst mich nicht vergessen?“

Sondern: „Warum sollte ich jemanden wieder hereinlassen, wenn sich das Verhalten nicht verändert hat?“ Das ist ein entscheidender Unterschied.

Empathie bedeutet nicht, grenzenlos verfügbar zu sein. Vergebung bedeutet nicht, eine Beziehung fortsetzen zu müssen. Und Liebe bedeutet nicht, immer wieder an denselben Ausgangspunkt zurückzukehren.

Vielleicht erinnert sich ein narzisstischer Mensch besonders lange an jemanden, der ihn verstanden, unterstützt und immer wieder aufgefangen hat. Vielleicht versucht er deshalb erneut, diese Verbindung herzustellen.

Doch Fische müssen irgendwann verstehen, dass ihre größte Stärke nicht darin besteht, jeden Menschen retten zu können.

Ihre größte Stärke entsteht dort, wo sie ihre Sensibilität nicht mehr gegen sich selbst verwenden.

Denn manchmal besteht der wichtigste Schritt nicht darin herauszufinden, warum jemand immer wieder zurückkommt. Sondern darin zu entscheiden, warum man selbst nicht mehr zurückgehen möchte.

Author

  • Melina Lauer Fuchs

    Ich bin Melina, Autorin dieses Textes. Mit meinen Worten möchte ich berühren, aufrütteln und zum Nachdenken anregen. Themen wie emotionale Verletzungen, familiäre Muster und inneres Wachstum begleiten mich seit vielen Jahren – beruflich wie persönlich. Wenn du dich in meinen Zeilen wiederfindest, dann weißt du: Du bist nicht allein.

    View all posts