Anzeichen von emotionalem Trauma bei erwachsenen Personen

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Anzeichen von emotionalem Trauma bei erwachsenen Personen

Es ist bedauerlich, dass das Leben manchmal traumatische Ereignisse mit sich bringt. Wir durchlaufen Situationen, die enttäuschend und schmerzhaft sein können, oft ohne das volle Ausmaß dessen zu begreifen, was passiert.

Solche Erfahrungen hinterlassen tiefe emotionale Narben, die wir manchmal erst erkennen, wenn wir uns bereits mitten im Chaos befinden.

Doch Vergangenes kehrt in verschiedensten Formen zurück und verfolgt uns, selbst wenn wir versuchen, es zu verdrängen.

Das Überwinden von Schmerz erfordert, dass wir uns ihm stellen und ihn durchleben. Es gibt keinen Weg daran vorbei; wir müssen ihn akzeptieren, um zu heilen.

Die Heilungsprozesse nach Traumata sind vielfältig und individuell, abhängig von persönlichen Erfahrungen und Bewältigungsstrategien.

Emotionale Traumata bei Erwachsenen sind eine Last, die aus vergangenen Schmerzen resultiert, und diese Erfahrungen sind für jeden von uns real, auch wenn sie von anderen möglicherweise nicht verstanden werden.

Ursachen für solche Traumata können vielfältig sein, das Zeugen von Gewalt, körperlicher Missbrauch, Vernachlässigung, traumatische Lebensereignisse…

Es ist wichtig, zu verstehen, wie vergangene Erfahrungen unser aktuelles Empfinden beeinflussen, um uns selbst zu helfen.

Anzeichen von emotionalem Trauma bei erwachsenen Personen

Vermeidung

Es bedeutet, dass wir vor dem Schmerz und der Schwere des Erlebten fliehen.

Wir meiden Orte, Menschen oder Situationen, die uns an eine belastende Vergangenheit erinnern könnten. Dadurch fällt es schwer, enge emotionale Bindungen aufzubauen.

Das Vermeiden von Enttäuschungen führt manchmal dazu, dass wir unsere eigenen Ziele und Ambitionen aufgeben.

Obwohl wir glauben, uns zu schützen, isolieren wir uns eigentlich von Erfahrungen, zwischenmenschlichen Beziehungen und unserer eigenen inneren Welt.

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Aufmerksamkeit

Trauma kann sich in der Art äußern, wie wir unsere Umwelt wahrnehmen und auf sie reagieren.

Es führt oft dazu, dass unsere Sinne sensibler werden. Wir sind ständig auf der Hut, um potenzielle Gefahren in unserer Umgebung zu erkennen.

Dies kann zu starken Ängsten und sogar Paranoia führen, da wir uns darauf konzentrieren, möglicherweise verletzt zu werden.

Schwierigkeiten beim Vertrauen

Nach einem emotionalen Trauma wächst die Vorsicht gegenüber anderen.

Wiederholte Enttäuschungen und Verletzungen haben dazu geführt, dass du unglaublich vorsichtig geworden bist, wenn es um Vertrauen geht.

Das Vertrauen schenken fällt schwer, da jeder neue Kontakt als potenzieller Risikofaktor gesehen wird. Tiefe emotionale Verbindungen einzugehen, wird vermieden.

Körperliche Beschwerden und Trauma

Ein Indikator für emotionales Trauma sind chronische körperliche Beschwerden. Der Körper kann oft vor dem Verstand die Auswirkungen des Traumas spüren.

Der emotionale Aufruhr, den du durchlebst, manifestiert sich oft in Form von körperlichen Schmerzen oder langanhaltenden Krankheiten.

Dies kann dazu führen, dass du dich ständig erschöpft fühlst und doppelt so viel Energie benötigst wie andere, um einfache Aufgaben zu bewältigen.

Wiedererleben von Traumata

Das Wiedererleben vergangener traumatischer Ereignisse kann in Form von Flashbacks auftreten. Diese unerwünschten Bilder und Momente erscheinen oft in unpassenden Situationen.

Flashbacks können als Reaktion auf vergangene emotionale Traumata auftreten und durch verschiedene Reize wie Geräusche, Gerüche oder visuelle Eindrücke ausgelöst werden.

Sie versetzen einen unvermittelt in die Vergangenheit, an einen Ort des Verlusts und der Verletzungen, und überfluten einen mit alten Gefühlen und Erinnerungen.

Schlafprobleme

Nach belastenden Erfahrungen verfolgen uns unsere Ängste oft bis in den Schlaf. Menschen, die tiefgreifende emotionale Traumata erlebt haben, haben oft Schwierigkeiten, einzuschlafen.

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Selbst wenn du glaubst, du könntest endlich Ruhe finden, ist dein Schlaf oft unterbrochen. Du wachst mehrmals auf und leidest häufig an Albträumen.

Das Aufwachen am Morgen fühlt sich dann oft an wie ein Kampf, denn der unruhige Schlaf hinterlässt dich erschöpft und gereizt.

Drogenmissbrauch

Oftmals fühlen sich Menschen, die traumatische Erfahrungen gemacht haben, von ihrem Schmerz überwältigt.

Ein Ausweg, den einige suchen, ist der Griff zu Substanzen, um mit ihren Erlebnissen umzugehen.

Es ist jedoch wichtig zu verstehen, dass die Linderung, die der Substanzmissbrauch vorübergehend bieten mag, eine Illusion ist – ähnlich wie an die Oberfläche zu kommen, um nach Luft zu schnappen, wenn man sich ertrinkend fühlt.

Emotionale Achterbahn

Stimmungsschwankungen sind ein verbreitetes Anzeichen für emotionale Traumata bei Erwachsenen. Das Regulieren von Gefühlen fällt schwer, wodurch man in unvorhersehbaren Situationen feststeckt.

Es ist schwer vorauszusagen, wie man sich im Laufe des Tages fühlen wird, da zahlreiche Auslöser unerwartet auftreten. In kurzer Zeit erlebt man ein Wechselbad der Gefühle: Wut, Freude, Verzweiflung und Hoffnung.

Schuldgefühle

Nach dem Durchleben tiefer Schmerzen trägst du eine schwere emotionale Last. Gefühle der Isolation oder Scham könnten dich begleiten.

Vielleicht fühlst du dich geschwächt aufgrund des Erlebten, doch sieh dich nicht als Opfer. Es liegt nicht an dir, und es bedeutet nicht, dass du es verdient hättest.

Wie lange auch immer du gebraucht hast, um mit der Situation umzugehen, es ist keine Schande.

Die Heilung hat kein festes Zeitlimit. Gewähre dir Raum, Kraft und Freundlichkeit, um besser zu werden und vorwärts zu gehen.

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